Im 1999 habe ich mein Studium in Pharmazie an der ETH Zürich abgeschlossen. Ich gehöre zur fity-fity Vorlesungs-Labor-Charge. 50% verstehen, 50% umsetzen. Im Grundjahr waren wir irgendwie überall mit dabei und doch nirgends so richtig; Chemie im alten Labor des CAB’s, Mathematik im Hauptgebäude, Physik im Hönggerberg. Immer mit den Studies der jeweiligen Abteilungen. Die Vielfalt hatte mir schon dazumal sehr gefallen, das Hinterfragen von Ergebnissen und Verstehen der gesamten Konzepte gingen damit einher.
Als Ausgleich ergänzte ich die Forscherwelt der facts’n figures durch meine Bewegungs- und Reisefreude. Nach meinem Studium bündelte ich jeweils die vier Ferienwochen und zog mit Rucksack inkl. Lonely Planet ins ferne Fremde. Voran haben Bolivien und Tibet mich zutiefst geprägt in der Lebensweise nahe der Natur. Diese Länder haben mir die Sensoren geöffnet für Wahrnehmungen, welche real waren, jedoch ’noch nicht messbar‘.
Um mehr zu verstehen, hatte ich über die folgenden Jahre zig Aus- und Weiterbildungen besucht. Was mir jedoch vor allem die Erfahrung und damit verbunden das Wissen einbrachte, waren die Kunden in der Apotheke an der Front. Sie habe mich geschult in der Wahrnehmung des Zuhörens auf verschiedensten Kanälen. Körperhaltung, Klang der Stimme, die Art von sich und ihren Symptomen zu sprechen (Redeformen, 3. Person) waren teilweise bedeutsamer als die Inhalte der Worte selber. Oft wurden unbewusst Floskeln runter geleiert wie ‚Ja wüssed sie mit 50zig …‘, ‚… min … hät xait ich müess mindestens 3 Monet rechne bis…‘,’… das tuet mir mega guet, doch mer sött doch nöd…‘.
Mir geht es nicht darum, Etwas schön zu reden, sondern um Bewusstseinstraining. Nur was einem bewusst ist, kann man ändern. Falls man dies möchte. Achtsam sein was man spricht. Über andere und sich selber.
Für bedeutet heute mentales Training, Bewusstseinstraining. Es geht darum Signale möglichst wertfrei zu empfangen und bewusst zu wählen wie agiert wird. Es geht nicht darum den Körper in seiner Sprache zu unterdrücken, sondern ihm zu zuhören. Agieren statt im Autopilot reagieren.
Dies ist nur eine Facette. Wer sich für dieses Thema interessiert, hat die Chance am Crashkurs mehr zu erfahren…
Ich freue mich!